Kontrust – Second Hand Wonderland – Review
Nun ist es endlich da, das neue Album von Kontrust. Nach dem Album “Time to Tango” aus dem Jahre 2009 melden sie sich mit “Second Hand Wonderland” zurück. Im Vorfeld veröffentlichten die Österreicher ein Video zu der Single “Sock’N'Doll”, welches bereits vermuten ließ, dass Kontrust ihrem Stil treu bleiben. Eine kleine Review aus dem DZ zu dem neuen Release.

Auf dem Album gibt es 12 Tracks + 3 Bonus Tracks zu hören. Los geht es mit “Sock’N'Doll“. Wie bereits in dem Hinweis zum Video geschrieben wird in diesem Song auf keine Kompromisse eingegangen. Harte Riffs, Breaks, Jodler von Agata im Hintergrund, Ziehharmonika, es wird alles geboten.
Weiter geht es mit “Falling“. Auch hier geht es wieder gut nach vorne. In den Strophen herrscht etwas mehr Ordnung, trotzdem schenkt der Refrain wieder ordentlich ein, mit Stephan und Agata im wechsel. So wie man sich einen ordentlichen Crossoversong eben wünscht.
Mit “Monkey Boy” nimmt das Album dann wieder extrem in die Richtung Ohrwurm. Schlagzeugbetonte Strophen mit Bass aber wenig Gitarre führen zu einer Hook die sich einbrennt. Das von beiden etwas agressiv bis zynisch vertonte “Uhahaha” prägt sich einfach ein.
Ähnlich aufgebaut ist auch der nächste Song “U Say What“. Eher mit Sprechgesang bestückt in den Strophen. Ebenfalls mit Meloie die hängen bleibt. Eher funky wirds zunächst in “The Butterfly Defect“. Hier sind mal wieder deutlich die zusätzlichen Percussions eingesetzt, welche schon beim Vorgängeralbum dem Song “On the Run” die Krone aufsetzten. Auch Live ein bombiges Instrument bei der Band wie ich vor zwei Jahren beim Přeštěnice Open Air feststellen durfte.
Absolut hörenswert geht es weiter mit “Rasputin“. Der Song ist auf das erste Hören etwas eckig gestaltet und ist dennoch so rund und in sich stimmig wie man zum Schluss merkt. Leichtere Kost gibt es wieder mit “Bad Betrayer“. Ein ziemlich genialer Refrain ist in einem Track eingebettet zu dem man eigentlich sofort losspringen möchte.
“Adrenalin” bringt wieder etwas härtere Klänge ins Spiel. Dominiert wird das Lied eindeutig vom Sprechgesang in den Strophen. Im Refrain bringt Agata wieder mehr Auflockerung rein. Ein Song der mir eher weniger aufgefallen ist folgt und trägt den Namen “Hocus Pocus“. Obwohl mit recht auffälliger Zirkusmusik angereichert, bleibt er nicht so wirklich hängen. Evtl. weil auch das sonstige Instrumental nicht so auffällig gestaltet ist. Was nicht bedeutet, dass wir hier von einem schlechten Lied sprechen.
“Raise me up“, der bleibt wieder stark im Gedächtnis. Schon alleine die Bridge zum Refrain hat Ohrwurmpotential, auch wenn der Song keine großen Ecken aufweist. “Don’t play me a punk Song” so die ersten Töne aus dem nächsten Stück. In “Hey DJ!” wird wie bei dem Tracktitel erwartet auf die Musikauswahl des DJs eingegangen. Geht natürlich wieder gut ab.
Viel Flow steckt dann wieder im Abschlusslied “Police“. Fließend gehen die Strophen in den Refrain über, also ein schönes rundes Ende. Aber ganz entlassen wird man noch nicht. Die drei Bonus Tracks “On The Run – Acoustic Version” (gefällt mir persönlich nicht so gut), “Bad Betrayer – Fii Beatbox Remix” (recht beatlastig, hätte es nicht gebraucht) und “Bomba – Hardcore Polka Version” (tatsächlich recht lustig so mal zu hören) ergänzen das Lineup.
In der Zuammenfassung: Es braucht hier nicht mehr viel Worte. Eine zum Glück konsequente Fortsetzung nach “Time to Tango”. Jeder der auf diese Mischung Crossover steht sollte Kontrust eigentlich danken, dass sie diese Musik auf diese Art und Weise nach wie vor an den Start bringen. Also kaufen das Teil und rein ins Konzert. Hoffentlich lassen sie sich auch etwas mehr in Deutschland blicken.





