Nach dem gemeinsamen, Ende 2012 erschienenen Album  “Hakuna Matata” der beiden Regensburger Littarist und Baendit, kam bereits vor zwei Monaten die Solo EP “Ego” von Baendit. Jetzt zieht Littarist mit seiner “Kopfkino” EP nach.

Littarist - Kopfkino EP

Die Baseline im ersten Song “Neues Werk” lässt vermuten, dass es bei Littarists EP beatmäßig ähnlich experimentell zugeht wie bei Baendits EGO EP. Das wars dann auch mit den Vergleichen zwischen den beiden – versprochn. Und auch die weiteren Tracks der EP gehen wie erwartet eher in die “klassischen” Hip-Hop Beats über. Wobei schon im zweiten Track “Peinlife” klar wird, die Mische, Littarist und der Beat passen einfach voll zusammen und die EP findet auf hohem Nivau statt. Zumal das leicht “gesungene” “die Wahl der Qual” dann auch schon die leichte Littarist Note hinterlässt – was ich absolut feier. Dann weiß man, es ist wieder Ohrwurmtime. Der Song handelt ironisch von den (erlebten) Peinlichkeiten und Problemen des Littaristen.

In “B.O.C.K.” sind einige Anspielungen aus den bisherigen releases von Baendit und Littarist selbst recht unterhaltsam eingebaut. “Steh nicht unter Zugzwang seit EGO, ich steh unter Zugzwang weil ich kein Auto hab…”, “Mach koa klim bim…” etc. Track #4 “Kopfsteinpflaster” gab es bereits exklusiv auf dem “Digitaler Hip-Hop Vol. 6” Sampler zu hören. Jetzt hat er seinen Platz auf der Kopfkino EP gefunden und bildet zugleich das einzige (Baendit) Feature auf diesem Release.

Weiter geht es mit “Raucherpause“, “Kopfkino“, “Krank im Kopf” und “Schweigepflicht” die allesamt hart an der unterhaltsamen Punchline sind, bis dann auch schon das “Outro” anklingt. Dieses zeichnet leider etwas zu direkt, dass jetzt schluss ist. But rewind!

Wieder ein Release aus Regensburg das absolutes Lob für die
- hervorragende, erstklassige Abmische, Mastering, whatever was done,
- die wirklich fetten Beats von Tracksel und
- nicht zuletzt die Styles von Littarist
verdient hat. Persönlich muss ich sagen, dass mich das “Stadtmusikant” Album von Littarist nicht all zu sehr mitgenommen hat. Das Solorelease betrachtet liefert er hier einen riesigen Sprung nach vorne. Aber natürlich ist inzwischen gut Zeit vergangen und die Releases zusammen mit Littarist dürfen auch nicht vergessen werden, da der Sprung eigentlich schon zu “Hakuna Matata” stattgefunden hat.

Wie auch immer, saugt euch das Teil. Kostenlos!
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