Winsen / Luhe ist schon irgendwie eine feierwillige Stadt. Nach einer nicht anscheinend nicht enden wollenden Fahrt in Richtung Norden erreiche ich das Hotel der Wahl. Davor entdecke ich gleich die erste “Partylocation”: Das Trachtenfest. D$ ruft an, dass wir uns gegen 18 Uhr treffen. Da bleibt noch Zeit die Trachten der Stadt zu checken. Wunderbar, auf der Bühne des Egons wird auch schon von der WinJam gesprochen.

Yessa, dann kommt Dark $oulja mit Pia vorbei, wir holen noch Björnsen ab und checken nach Lüneburg. Dort in der Krone gut gegessen und mit Björnsen zwei Bier geschluckt. Ich sag nur eins: Er ist den nordischen Trunk wohl besser gewohnt. :D Wir verteilen in der City noch ein paar Flyer, zocken ne Runde Dart und verziehen uns wieder nach Winsen.

Tag Nummer zwei: WinJam Tag!!! Beginnt besinnlich mit nem gemütlichen Frühstück um halb Elf. Danach noch ein bisschen Verpflegungsshoppen mit einer kleinen Runde durch die Luhe Au.

Dann hieß es aber ab ins Egons. Björn und D$ waren gerade noch ein paar Sachen organisieren, kommen wieder und: Wir fahren noch ein paar Sachen organisieren. Die Vorbereitungen laufen auf hochtouren. Peter und Thiemo bauen die Technik auf, Miccheck hab dann ich gemacht. Und ja, so langsam füllt sich auch das Egons.

Begonnen wird mit der Vorrunde eines legendären Freestylebattles. Zu gewinnen gibt es neben einem T-Shirt und einen fetten Pokal einen Reisegutschein nach Amsterdam. Also, kein Wunder, dass jeder alles gegeben hat. :D
Es treten DaWeed, Mr. L, Tastic, Monte MC, Hudson Hawk, Jimmy Twist und Koffeinfrei (kam erst zum Halbfinale) an.

Danach entern der Reihe nach Tastic, Dark $oulja und P.P. no 1 die Bühne. Fette Shows vor bereits gut gefülltem Publikumsraum. Spätestens bei “Hände hoch” von $oulja und Tas ist jeder am feiern.

Dann kommt Bo Flower auf die Bühne. Er bringt wie erwartet zusammen mit Sänger Deniz und DJ Fanic sauberen und richtig guten Sound auf die Bühne. Schon am Anfang eröffnet er die Show mit Klavierklängen aus einem Keyboard. Sehr bewegender Auftritt auf jeden Fall!

Es geht weiter mit Entscheidungen. Das Halbfinalbattle geht weiter. Es zeichnen sich Tendenzen ab und es bleiben Koffeinfrei und Jimmy Twist über. Damit geht es aber erst nach der Show von Pat Cash und Sudden weiter.

Pat Cash wie immer mit einer mitreißenden Show. Die Menge tobt und geht ab zu sämtlich ausgepackten Partytracks – mit Nivau.

Weiter geht’s danach mit textlich-inhaltlich eher weniger Nivau. Yüüüüüüaaaa, Dreckig und versaut! Sudden am Start! Die Party geht weiter da natürlich weiter. Sicher kontrovers und geht aber sicher auch nach vorne und ist sicher auch Geschmackssache.

Anschließend das spannende Finale zwischen Koffeinfrei und Jimmy Twist. War Jimmy Twist am Anfang tatsächlich noch ziemlich stark kam er leider jedoch nicht mehr gegen Koffeinfrei an. Und so schickte das Publikum Koffeinfrei verdient nach Amsterdam.

Es wurde Zeit für einen Rucksackträger. Und da stand er auch schon auf der Bühne: Laas Unlimited. Erwartungsgemäß brachte er ein Bestof aus altem und neuen auf die Bühne. Ziemlich mitreißende Show ohne viel wenn und laaber.

Völlig unbemerkt von all den feiernden Gästen kam auch Samy Deluxe dann an. Nach dem Auftritt von Laas dauerte es dann aber nicht lange und alle sahen ihn. Samy auf der Bühne des Egons! Das brachte Stimmungsmäßig das Fass natürlich zum überlaufen im gut gefüllten Egons. Samy brachte nahezu nur Abrisslieder, spielte zusätzlich einen neuen Track an und gab einen komplett neuen zum Besten, welcher irgendwie ein bisschen an Dynamite Deluxe “Newcomer des Jahres” erinnerte. Er selbst wirkte recht entspannt, als wenn er eben mal zu Hause von der Couch vorm Fernseher aufgestanden ist und kurz im Egons vorbeischaut um endlich mal wieder auf einer Jam zu spielen. Tatsächlich möglich – nach einem gefühlt kurzem Gig bricht er wieder auf nach Hause in einen nahegelegenen Ort.

Danach die üblichen Aufräumarbeiten – und ein paar gemütliche Bier in der Abschlussrunde aus der wieder Thiemo und ich als Sieger bis um halb fünf hervorging! Naja, eigentlich Dark $oulja, der mitten in der Nacht noch aufgebrochen ist um ein paar festsitzende Besucher in die Nähe von Hannover zu bringen. Wenn das nicht mal Gastfreundschaft ist! Für diese bedanke ich mich auch wieder! Immer wieder nett bei euch!

ZUSAMMENFASSEND – Diesmal ein recht anstrengendes Wochenende, was vor allem an den vielen Baustellen auf sämtlichen Autobahnen und an nicht all zu gutem Lüneburger Bier lag. Nein – die Winjam war mal wieder feinste Sahne. Es ist nunmal irgendwie jeder Hip-Hop Fan selbst dran schuld wenn er nicht vorbei kommt – vor allem wenn er in der Nähe wohnt. Aber nach wie vor lohnt sich die Reise in den Norden um auch das einmalige drumherum erlebt zu haben.

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