Gleich vorab, der Artikel ist aufgrund von zeitlichen Problematiken etwas kleiner geworden als zunächst geplant. Wir haben es leider nur zu BBou & Liquid und exclusive geschafft. Trotzdem auch ein Gruß an die anderen Bands & Crews (vor allem an Edgar Wasser & Dopeboyz) und die Organisatoren des Festivals, ging leider nicht anders.

Nach dem letztjährigen Meltdown am Messegelände – bei dem vermutlich ganz München Cro & Kraftklub sehen wollten – gab es diesmal eine pikante Neuerung am Oben Ohne: Vorverkauf. Die 3 Euro natürlich bezahlbar, allerdings hat man damit auch nicht unbedingt als jährlicher Besucher des Festivals gerechnet. Somit prangte einem zumindest in der letzten Woche vor dem Fest ein “AUSVERKAUFT” in die Augen. Aber die Entscheidung ein weiteres Chaos damit zu verhindern ist absolut nachvollziehbar und gerechtfertigt. Auch wenn das Oben Ohne damit nicht mehr kostenlos ist – der Preis von 3 Euro ist eher symbolisch zu sehen.

Also auf zum Festival. Steigt man aus der U-Bahn U2 Messestadt Ost und geht um 13:30 Uhr über die ersten Alktoten hinweg (ein kritisches und ironisches “fett respekt”, muss man um die Uhrzeit erstmal schaffen) stellt man fest, dass man erstmal komplett um das Konzertgelände zum Eingang traben muss. Der Einlass dort funktionierte absolut reibungslos.

Angekommen spielen gerade “Blind Freddy” die letzten Takte auf der Bühne. Der eher langsame Gitarrensound hatte anscheinend auch schon die (am frühen Nachmittag tatsächlich schon vorhandenen) Massen begeistert. Danach verkünden die EGO FM Moderatoren erstmal eine kleine Pause bis zum nächsten Act und Pilgerungen zum nächsten Getränkestand an diesem heißen Sommertag entstehen. An dieser Stelle muss einfach auch wieder erwähnt werden, dass zwei Wellenbrecher vorhanden waren, dessen Eingänge an der selben Stelle mit äußerst wenig Platz ausgestattet waren. Keine Kritik an die Organisatoren, aber an diejenigen die sich ein derartiges Sicherheitskonzept ausdenken: Diese dort entstehenden “Staus” und unfeierlich zermürbenden Gedrängebündel sind meiner Meinung nach eher unförderlich, als dass sie der Sicherheit dienen. Aber diese Art von “Crowdcontrol” ist ja derzeit auf allen Festivals gegeben.

Ja und dann ist es soweit. Die Oberpfalz entert die Bühne. BBou & Liquids Anhänger haben sich teils recht Mühe (siehe Fotos) gegeben die beiden in der Landeshauptstadt zu begrüßen. Dazu sah man schon auffällig viel “Guad&Fesch” und “Bavarian Wasted Youth” T-Shirts. Schon Kiste der im “Vorprogramm” seine Bauchkiste auspackt wird von den Fans mit großem Applaus gefeiert. Und als BBou & Liquid sich auf der Bühne zeigen und die ersten Takte rappen sind alle Hände in der Luft. Gewohnt guter Sound und Show von der Crew mit DJ Sticky und Kiste bei “Mit da Seech”. Die massiven Forderungen nach einer Zugabe konnten allerdings Aufgrund des Festivalzeitplans natürlich nicht berücksichtigt werden.

Anschließend gab es wieder eine kurze Pause. Das Set von Exclusive die bereits bei Rock am Ring und Rock im Park gespielt haben wurde aufgebaut. Jetzt konnte also endlich der verpasste Sound bei Rock im Park nachgeholt werden. Schon das Intro deutet den Grat zwischen Elektrosound und Gitarrenmusik an. Und diese Vorahnung bestätigte sich auch schnell. Mit der ein oder anderen Dubstepeinlage erinnert der Sound doch recht stark an Bands wie Enter Shikari und Modestep. Allerdings gibt sich der Stil von Exclusive etwas geordneter und lässt diese Elektroeinlagen eher beiläufig in die (Indie?!) Musik einfließen. Schließlich “Nachtmensch” kennt man dann doch von der Band. Auch dieser Sound wurde wieder zelebriert.

Blind Freddy